Cornelia Vögelin, Zustellerin, Rheinfelden

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Die Post ist da. Für alle. Manchmal auch für mehr als nur Briefe.

Cornelia Vögelin ist eine Zustellerin, die nicht nur ein Auge für die zu verteilenden Sendungen hat, sondern auch für die Menschen im Zustellgebiet. «Je länger man in einem Quartier ist, desto besser lernt man die Leute kennen», sagt sie. 

 

Wenn sie jemanden sieht, den etwas zu bedrücken scheint, kann es schon mal vorkommen, dass sie mit der Person ein kurzes Gespräch beginnt. Sie interessiert sich für die Menschen und möchte schon mal wissen, wie es ihnen geht. Die Leute schätzen das. Und so lernt sie auch das Quartier und deren Bewohner besser kennen. Hier ein kurzes Schwätzchen und da mal ein freundliches Lächeln. Das kommt vor allem bei älteren Leuten gut an.

Auf einer Tour ist der aufmerksamen Zustellerin auch mal ein Kind aufgefallen, das alleine auf der Treppe vor einem Haus sass. Als Mutter wusste Cornelia sofort, dass etwas nicht stimmt, schliesslich hätte das 7- oder 8-jährige Mädchen in der Schule sein müssen. Flugs fragte sie das Mädchen, wie es ihm geht. Und fand heraus, dass es von der Schule nach Hause gerannt war, weil es von einem Jungen in der Schule getreten worden war. Während des Gesprächs fiel der Zustellerin ein Schild am Haus auf: Der Vater des Kindes war nämlich ein Fahrlehrer und hatte dort seine Telefonnummer publiziert. Sie rief ihn an und schilderte die Geschichte. Der Vater benachrichtigte daraufhin die Mutter des Kindes, die noch beim Einkaufen war. Die Mutter kam natürlich umgehend nach Hause und war der Zustellerin sehr dankbar für diese besondere Aufmerksamkeit.